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Sonntag, 31. Juli 2011

Fragoleto – Wahrscheinlich Lissabons beste Eisdiele


Ok, wir gebens zu: Wir haben nicht alle Eisdielen Lissabons ausprobiert. Das war auch gar nicht nötig, denn wozu weiter suchen, wenn man das perfekte Eis bereits gefunden hat?

Die Besitzerin der Eisdiele Fragoleto hat das Eiscreme-Machen in Italien gelernt – das schmeckt man: Das Eis ist super-cremig! es gibt die klassischen Sorten wie Schokolade (unglaublich schokoladig), Vanille, Stracchiatella, verschiedene Fruchtsorten und so weiter, wechselnde "Mode-Sorten" wie Cookies und ebenfalls immer andere, doch immer hervorragende Eigenkreationen, die man sonst nicht so schnell findet, wie Honig-Ingwer, Kürbis, Maroni oder Zimt. Alle Sorten sind natürlich hausgemacht.

Gelataria Fragoleto
Rua da Prata 61-63 (mitten in der Baixa, in der Nähe der Praça do Comerçio)

Sonntag, 27. Juni 2010

Museu do Fado: Das Fado-Museum

Ein Museum für einen Musikstil zu errichten, ist bestimmt nicht einfach – steht man doch vor dem Problem, was man denn überhaupt ausstellen soll. Wer möchte sich schon gerne stundenlang Schallplatten in Glasvitrinen anschauen?

Fado ist zwar der bedeutendste Musikstil Portugals, doch für viele Portugiesen auch noch unendlich viel mehr: Ein Lebensgefühl, eine zweite Muttersprache und somit wichtigste Ausdrucksform für die urportugiesischen Saudades.

Das macht die Aufgabe, dem Fado ein musealisches Denkmal zu setzen, zwar nicht unbedingt einfacher, aber die Lissabonner sind stolz auf ihr Fadomuseum und besuchen es auch oft und gerne. Zu besuchen sind sowohl eine permanente als auch temporäre Austellungen. Der Besucher erhält einen guten Überblick über die Geschichte und die bedeutendsten Interpreten des Fado; Erwähnenswert ist auch der Museums-Shop, der eine gute Auswahl an Fado-Platten bietet.

Das integrierte moderne "Café do Fado" das mit seiner Glasfront einen herrlichen Blick nach draußen auf den Largo do Chafariz de Dentro gewährt, bietet neuerdings auch Fado-live-abende.

Standort: Rua Jardim Tabaco. Nächste Metro Station: Santa Aponlonia. Busse: 745, 759, 735, 28 bis Alfândega oder Santa Apolonia.

Link: Museu do Fado

Donnerstag, 29. April 2010

Broa de Mel: Lebkuchen auf portugiesisch


Wer Nürnberger oder Ischler Lebkuchen vermisst, oder neben den Pasteis de Nata auch noch andere Spezialitäten der Lissabonner Patiserie kennenlernen will, sollte es mit einer Broa de Mel versuchen - der köstlichen Versuchung aus Zimt und Honig. Der Geschmack erinnert tatsächlich etwas an den der Lebkuchen, nur das die Broas immer herrlich weich und zart zu genießen sind, während man sich an den heimischen Leckerbissen manchmal die Zähne ausbeißen kann. Außerdem gibt es die Lissabonner Spezialität das ganze Jahr über und nicht nur zu Weihnachten!
Man bekommt es in den Pastelerias im Bairro Alto, vorallem jene an der Calçada do Combro servieren sie aus eigener Produktion. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findet man in der Pasteleria NITA (in der Rua Poço dos Negros Nr. 127, der Verlängerung der Calçada do Combro).

Mittwoch, 3. März 2010

Schoookooolaaade: Rojoo - Chocolate Bar

Unseres Wissens nach der einzige Ort in Lissabon, an dem man die hervorragende Schokolade der kleinen österreichischen Manufaktur Zotter bekommt: Die Schokolade-Bar Rojoo im Herzen der Baixa.

Man schlürft heiße Schokolade mit oder ohne Portwein, isst Schokotörtchen und genießt den tollen Ausblick auf den Elevador Santa Justa. Zum Abschluss wählt man noch unter den zahlreichen Geschmäckern (darunter einige exklusiv portugiesische) eine Tafel zum Mitnehmen aus und schon ist auch der Rest des Tages gerettet!

Rojoo wird von einem gebürtigen Österreicher und seiner portugiesischen Frau geführt, die Atmosphäre ist sehr entspannt und freundlich. Das Preisniveau ist eher hoch, aber gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass alle Zotter-Schokoladen mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft und fairem Handel hergestellt werden!

Rua de Santa Justa 34

Sonntag, 24. Januar 2010

Arabische Patisserie bei "Mel das Arábias"

Betritt man die Zuckerbäckerei "Mel das Arábias", zu deutsch etwa "Arabischer Honig", fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, als Lissabon unter maurischer Herrschaft stand. 1001 Düfte steigen dem Besucher in die Nase, und es fällt wirklich schwer, sich für einige der orientalischen Köstlichkeiten zu entscheiden: Schließlich hat man die Wahl zwischen Walnuss, Karotte, Pistazie, Rosenwasser, Mandel und vielem mehr, allen Gebäcken gemeinsam ist nur der (wohl arabische?) Honig. Trotzdem sind die Baklavas, Lokum (türkische Süßigkeit) und Co. nicht so übermäßig süß wie jene Fertigprodukte, die man manchmal in deutschen Kebapbuden bekommt.

Dazu trinkt man am Besten arabischen Kaffee oder Pfefferminztee, der aus frischen Blättern gebrüht und in einer kunstvoll verzierten Kanne samt Kristallgläsern serviert wird (Freunde des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho werden sich an dessen Roman "Der Alchimist" erinnert fühlen).

In Regalen an den Wänden der äußerst liebevoll und geschmackvoll dekorierten orientalischen Oase "Mel das Arábias" werden einige Produkte aus der arabischen Welt angeboten, allerdings nicht sehr wohlfeil.

Das Lokal liegt auf dem Weg zwischen Parlament und Basilica da Estrela in der Calçada da Estrela 187-189, eine Gegend, in die sich eher wenige Touristen zu Fuß verirren; diese fahren hier meist nur mit der berühmten Straßenbahn Nr. 28 vorbei. Selbst den meisten Einheimischen ist das "Mel das Arábias" unbekannt, wir haben es daher auch selbst am Wochenende noch nie überfüllt erlebt, ganz im Gegenteil zu manchem In-Café im Chiado.

Das Preisniveau ist für Lissabonner Verhältnisse mittel bis hoch, für Mitteleuropäer normal. Montag ist Ruhetag.

Wer jetzt Lust auf einen Abstecher nach Arabien bekommen hat, kann sich vorher noch auf der Homepage des Cafés ein Bild machen: http://www.meldasarabias.pt/.