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Mittwoch, 12. Mai 2010

Der Botanische Garten der Universität Lissabon

Von außen kaum sichtbar, liegt diese grüne Oase der Ruhe spektakulär mitten in der Innenstadt auf dem Hang zwischen Principe Real und der Avenida da Libertade. Der 1878 eröffnete Jardim Botânico beherbergt eine Vielzahl subtropischer Pflanzen, insbesondere viele verschiedene Palmenarten. Da letztere ausgezeichnete Schattenspender sind, kann man unter ihrem Schutz gut der sommerlichen Hitze entkommen.

Alle Pflanzen sind beschildert, leider zumeist nur auf Latein, manchmal noch mit dem portugiesischen Vulgärnamen – nicht sehr hilfreich, es sei denn, man ist Portugiese und/oder Botaniker. Eine weitere Attraktion ist das Schmetterlingsgehege mit verschiedenen europäischen Spezies.

Da der botanische Garten nur wenig besucht ist, eignet er sich ausgezeichnet, um die Seele baumeln zu lassen und richtig zu entspannen; selbst die alltäglichen Hupkonzerte zur Stoßzeit sind hier kaum zu vernehmen. Leider nagt an vielen zum Garten gehörigen Gebäuden, darunter eine Sternwarte aus dem 19. Jahrhundert, der Zahn der Zeit.

Rua da Escola Politécnica, 58
Metrostation Rato oder zu Fuß aus dem Bairro Alto
Eintritt 1,50€, ermäßigt 0,75€ (Studenten, Senioren). Kinder bis 6 Jahre gratis.

Zur Homepage des Botanischen Gartens (portugiesisch)

Montag, 22. März 2010

Das Naturresort Lissabons

Abseits vom stressigen Innenstadtleben findet man westlich des Zentrums mit 800 Hektar Lissabons größte Grünfläche: den Monsantopark. Der geschütze Wald ist herrlich, um ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen und zu wandern, zu joggen oder radzufahren. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte und Picknickstellen.

Inmitten des Parks liegt am höchsten Punkt der Stadt das Fort von Monsanto (Lissabons Gefängnis...) - auf 230 Höhenmeter. Es gibt verzweigte Wanderwege durch den Wald, an denen man ein Amphitheater, einen alten Tennisplatz, eine Rennbahn für ferngesteuerte Autos, alte Windmühlen und Grillplätze passiert.
In einem Teil des Waldes namens "Monte Claros" befindet sich ein großes Restaurant, das gerne für Hochzeiten und ähnliche Anlässe genutzt wird. Wenn man durch den nett angelegten Park des Restaurants geht, kommt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Miraflores und die Ponte 25 de Abril.

Anfahrt: Bus 711 ab Terreiro do Paço in Richtung Alto Damaia. (ca. 30 min Fahrtzeit)
Bus 24 Alcântara - Pontinha
Bus 729 Alges - B. Padre Cruz

Freitag, 15. Januar 2010

Der Märchenpalast Quinta da Regaleira

Etwas versteckt in den Wäldern von Sintra liegt die Quinta da Regaleira, unter den Einheimischen auch als "Palast von Monteiro, dem Millionär" bekannt. António Monteiro war ein brasilianisch-portugiesischer Edelstein- und Kaffeehändler, der sich mit seiner Villa Quinta da Regaleira wohl einen Kindheitstraum erfüllte.


Beim Besuch der weitläufigen Gartenanlagen taucht man in eine Märchenwelt ein, eine Überraschung folgt auf die nächste: Teiche, Brücken, Grotten, begehbare Brunnen und unterirdische Geheimgänge sowie kleine "mittelalterliche" Burgen mit besteigbaren Türmen. Der italienische Archtitekt Luigi Manini, der die Villa samt Gartenanlagen in den Jahren 1904-1910 im Auftrag Monteiros erbauen ließ, hat hier ein Gesamtkunstwerk der portugiesischen Romantik geschaffen, das selbst weitgereiste Besucher sprachlos vor Staunen zurücklässt!

Die Quinta selbst ist ein prachtvolle Remineszenz an den Manuelismus. Leider ist nur noch wenig von der Originaleinrichtung erhalten, doch auch die Fußböden, Wände und Decken sind äußerst kunstvoll gestaltet.

Für den Besuch der Quinta da Regaleira sollte man einen ganzen Tag einplanen, um alles in Ruhe erkunden zu können; es ist daher ratsam, Verpflegung mitzunehmen, das Café im Park der Villa ist ziemlich teuer. Taschenlampe nicht vergessen, die meisten unterirdischen Tunnels sind nicht beleuchtet!


Eintritt (2010): 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.
Anreise aus Lissabon: Mit dem Auto auf der IC19 oder mit dem Zug ab Rossio.