Montag, 10. Mai 2010

Lissabons bester Jazz-Club: Onda Jazz

Musikliebhaber, Barsitzer, Jazzfanatiker und all jene, die einen gemütlichen Abend mit Livemusik verbringen wollen, sind beim Onda Jazz an der richtigen Adresse. In einer verwinkelten Seitengasse der Alfama, unterhalb des Clube de Fado, findet man dieses Jazz-Bar mit Restaurant. Jeden Abend (außer Sonntag und Montag) geben hier namhafte Livebands der Genres Jazz, Funk, Latin-Jazz und World-Music ihr Bestes. Eintritt 6-7€, das Konzert des Monats kostet 10€. Jeden Dienstag kann man Jam-Sessions miterleben und mitgestalten, Mittwochs bezahlt man unter dem Motto Palco livre – Bühne frei – keinen Eintritt. Neben fabelhafter Livemusik bietet das Lokal vorzügliches Abendessen, nette Bedienung und eine angenehme, ausgefallen eingerichtete Location.


Einen ersten Eindruck bezüglich des kulinarischen Angebots sowie der Bands kann man sich auf der Homepage machen: www.ondajazz.com Hier findet man auch das aktuelle Programm.

Adresse: Arco de Jesus 7, Alfama. Nächste Metro Station: Terreiro do Paço.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Casa do Alentejo


Eigentlich ein Kulturzentrum für Menschen aus dem Alentejo, einer ländlichen Provinz Portugals, ist die Casa do Alentejo auch für Touristen jedenfalls einen Besuch wert. Betritt man das von Außen absolut schmucklose und etwas mitgenommene Gebäude in der belebten Rua das Portas de Santo Antao, traut man erst seinen Augen kaum: Man findet sich im Vorraum eines orientalischen Palastes wieder!

Nicht weniger spektakulär ist die Bar im ersten Stock, die sich in einem prächtigen Ballsaal befindet (Foto). Das Restaurant wiederum ist mit wunderschönen bemalten Fliesen (Azulejos) getäfelt. Man speist in herrschaftlicher Atmosphäre zu äußerst vertretbaren Preisen, zumal es jeden Tag drei Tagesteller gibt. Im Laden kann man zudem Produkte aus dem Alentejo erstehen.

Alles in Allem ein absolutes Must, weshalb es uns auch unbegreiflich ist, warum die Casa do Alentejo in den meisten Reiseführern, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt wird.

Rua das Portas de Santo Antao 58
www.casadoalentejo.pt

Montag, 3. Mai 2010

Die allseits beliebte Straßenbahn Nr. 28...


Jetzt einmal ehrlich: Sind Touristen wirklich so fantasielos und vom übermäßigen Reiseführer-Konsum hirngewaschen, dass sie sich in ihren Ferien nichts schöneres vorstellen können, als sich in eine vollkommen überfüllte, stickige und heiße Straßenbahn zu zwängen? Zur Hauptverkehrszeit?!

Zugegeben, die alten Lissabonner Straßenbahnen sind wirklich süß und eine Fahrt mit ihnen ist immer wieder ein kleines Erlebnis; die Linie 28 fährt zudem durch einige der schönsten Viertel Lissabons. Deswegen wird sie ja auch in Reiseführern aller Sprachen angepriesen.

Aber anstatt über die gesamte Strecke von Prazeres bis in die Graça die Sitzplätze zu blockieren, könnte man ja auch einen Teil der Strecke zu Fuß gehen – da sieht man auch viel mehr als nur die Achselhöhle des Nebenmannes. Man könnte auch auf eine der anderen Linien mit historischen Wägen und schönen Strecken ausweichen, z.B. auf die Straßenbahnen 12 oder 25. Oder man fährt spät abends, wenn nicht mehr so viel los ist.

Es gibt auch die Möglichkeit, mit einer besonders schönen, noch älteren Straßenbahn eine Rundfahrt zu den Highlights aller Straßenbahnlinien zu machen: Die rote Straßenbahn bietet extra Touristenfahrten an und hält an den schönsten Plätzen sogar an. Tickets kann man am Praça de comercio kaufen, wo die Rundfahrt auch beginnt. Bei dieser Variante hat man bestimmt einen Sitzplatz und wird auch nicht von Taschendieben beraubt, was in der Straßenbahn 28 durchaus vorkommt.

Man tut sich als Besucher damit selbst einen Gefallen – und den Lissabonnern, die mit der 28er in die Arbeit, zur Schule oder Einkaufen fahren.

Donnerstag, 29. April 2010

Broa de Mel: Lebkuchen auf portugiesisch


Wer Nürnberger oder Ischler Lebkuchen vermisst, oder neben den Pasteis de Nata auch noch andere Spezialitäten der Lissabonner Patiserie kennenlernen will, sollte es mit einer Broa de Mel versuchen - der köstlichen Versuchung aus Zimt und Honig. Der Geschmack erinnert tatsächlich etwas an den der Lebkuchen, nur das die Broas immer herrlich weich und zart zu genießen sind, während man sich an den heimischen Leckerbissen manchmal die Zähne ausbeißen kann. Außerdem gibt es die Lissabonner Spezialität das ganze Jahr über und nicht nur zu Weihnachten!
Man bekommt es in den Pastelerias im Bairro Alto, vorallem jene an der Calçada do Combro servieren sie aus eigener Produktion. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findet man in der Pasteleria NITA (in der Rua Poço dos Negros Nr. 127, der Verlängerung der Calçada do Combro).

Montag, 22. März 2010

Das Naturresort Lissabons

Abseits vom stressigen Innenstadtleben findet man westlich des Zentrums mit 800 Hektar Lissabons größte Grünfläche: den Monsantopark. Der geschütze Wald ist herrlich, um ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen und zu wandern, zu joggen oder radzufahren. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte und Picknickstellen.

Inmitten des Parks liegt am höchsten Punkt der Stadt das Fort von Monsanto (Lissabons Gefängnis...) - auf 230 Höhenmeter. Es gibt verzweigte Wanderwege durch den Wald, an denen man ein Amphitheater, einen alten Tennisplatz, eine Rennbahn für ferngesteuerte Autos, alte Windmühlen und Grillplätze passiert.
In einem Teil des Waldes namens "Monte Claros" befindet sich ein großes Restaurant, das gerne für Hochzeiten und ähnliche Anlässe genutzt wird. Wenn man durch den nett angelegten Park des Restaurants geht, kommt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Miraflores und die Ponte 25 de Abril.

Anfahrt: Bus 711 ab Terreiro do Paço in Richtung Alto Damaia. (ca. 30 min Fahrtzeit)
Bus 24 Alcântara - Pontinha
Bus 729 Alges - B. Padre Cruz

Samstag, 20. März 2010

Deutschsprachiger Osterbasar 2010


Am Sonntag, den 21. März, findet in der Schule der Salesianer Lissabons in Campo de Ourique der Osterbasar der deutschsprachigen Gemeinden statt. Dort treffen sich Österreicher, Deutsche und Schweizer, welche schon länger oder erst kurz in Portugal leben, und natürlich auch jede Menge Portugiesen.

Es werden selbstgemachte Schmankerl serviert: Apfelstrudel, Sachertorte, Würstel mit Sauerkraut, bayerisches Bier, selbstgebackene Brezel und vieles mehr. Verkauft werden sowohl Second-Hand-Kleider und Bücher sowie neue Ware.

Bereits in der Adventzeit fand dort der deutschsprachige Weihnachtsbasar statt, mit einem schönem Angebot an selbstgemachter Dekoration und Geschenken.

Organisiert wird der Basar von der katholischen und der evangelischen deutschsprachigen Gemeinde Lissabons. Der Ertrag kommt einem Kinderheim in Buraca und einem Frauenhaus in Sintra zugute.

Anfahrt: Praça São João Bosco 34, Campo de Ourique
Mit der Electrio 28 Richtung Prazeres: bis zu Endstation Station fahren - dem Friedhof von Prazeres. Dann ein paar Schritte zurück gehen - über den Kreisverkehr in die Fahrtrichtung der Electrico. Gleich nach dem Kreisverkehr befindet sich rechter Hand das Colégio Salesiano, in dem der Bazar stattfindet. Wenn man zu weit geht, findet man links die neuere, große Kirche Santo Condestável.

Mittwoch, 3. März 2010

Schoookooolaaade: Rojoo - Chocolate Bar

Unseres Wissens nach der einzige Ort in Lissabon, an dem man die hervorragende Schokolade der kleinen österreichischen Manufaktur Zotter bekommt: Die Schokolade-Bar Rojoo im Herzen der Baixa.

Man schlürft heiße Schokolade mit oder ohne Portwein, isst Schokotörtchen und genießt den tollen Ausblick auf den Elevador Santa Justa. Zum Abschluss wählt man noch unter den zahlreichen Geschmäckern (darunter einige exklusiv portugiesische) eine Tafel zum Mitnehmen aus und schon ist auch der Rest des Tages gerettet!

Rojoo wird von einem gebürtigen Österreicher und seiner portugiesischen Frau geführt, die Atmosphäre ist sehr entspannt und freundlich. Das Preisniveau ist eher hoch, aber gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass alle Zotter-Schokoladen mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft und fairem Handel hergestellt werden!

Rua de Santa Justa 34