Donnerstag, 29. April 2010

Broa de Mel: Lebkuchen auf portugiesisch


Wer Nürnberger oder Ischler Lebkuchen vermisst, oder neben den Pasteis de Nata auch noch andere Spezialitäten der Lissabonner Patiserie kennenlernen will, sollte es mit einer Broa de Mel versuchen - der köstlichen Versuchung aus Zimt und Honig. Der Geschmack erinnert tatsächlich etwas an den der Lebkuchen, nur das die Broas immer herrlich weich und zart zu genießen sind, während man sich an den heimischen Leckerbissen manchmal die Zähne ausbeißen kann. Außerdem gibt es die Lissabonner Spezialität das ganze Jahr über und nicht nur zu Weihnachten!
Man bekommt es in den Pastelerias im Bairro Alto, vorallem jene an der Calçada do Combro servieren sie aus eigener Produktion. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findet man in der Pasteleria NITA (in der Rua Poço dos Negros Nr. 127, der Verlängerung der Calçada do Combro).

Montag, 22. März 2010

Das Naturresort Lissabons

Abseits vom stressigen Innenstadtleben findet man westlich des Zentrums mit 800 Hektar Lissabons größte Grünfläche: den Monsantopark. Der geschütze Wald ist herrlich, um ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen und zu wandern, zu joggen oder radzufahren. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte und Picknickstellen.

Inmitten des Parks liegt am höchsten Punkt der Stadt das Fort von Monsanto (Lissabons Gefängnis...) - auf 230 Höhenmeter. Es gibt verzweigte Wanderwege durch den Wald, an denen man ein Amphitheater, einen alten Tennisplatz, eine Rennbahn für ferngesteuerte Autos, alte Windmühlen und Grillplätze passiert.
In einem Teil des Waldes namens "Monte Claros" befindet sich ein großes Restaurant, das gerne für Hochzeiten und ähnliche Anlässe genutzt wird. Wenn man durch den nett angelegten Park des Restaurants geht, kommt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Miraflores und die Ponte 25 de Abril.

Anfahrt: Bus 711 ab Terreiro do Paço in Richtung Alto Damaia. (ca. 30 min Fahrtzeit)
Bus 24 Alcântara - Pontinha
Bus 729 Alges - B. Padre Cruz

Samstag, 20. März 2010

Deutschsprachiger Osterbasar 2010


Am Sonntag, den 21. März, findet in der Schule der Salesianer Lissabons in Campo de Ourique der Osterbasar der deutschsprachigen Gemeinden statt. Dort treffen sich Österreicher, Deutsche und Schweizer, welche schon länger oder erst kurz in Portugal leben, und natürlich auch jede Menge Portugiesen.

Es werden selbstgemachte Schmankerl serviert: Apfelstrudel, Sachertorte, Würstel mit Sauerkraut, bayerisches Bier, selbstgebackene Brezel und vieles mehr. Verkauft werden sowohl Second-Hand-Kleider und Bücher sowie neue Ware.

Bereits in der Adventzeit fand dort der deutschsprachige Weihnachtsbasar statt, mit einem schönem Angebot an selbstgemachter Dekoration und Geschenken.

Organisiert wird der Basar von der katholischen und der evangelischen deutschsprachigen Gemeinde Lissabons. Der Ertrag kommt einem Kinderheim in Buraca und einem Frauenhaus in Sintra zugute.

Anfahrt: Praça São João Bosco 34, Campo de Ourique
Mit der Electrio 28 Richtung Prazeres: bis zu Endstation Station fahren - dem Friedhof von Prazeres. Dann ein paar Schritte zurück gehen - über den Kreisverkehr in die Fahrtrichtung der Electrico. Gleich nach dem Kreisverkehr befindet sich rechter Hand das Colégio Salesiano, in dem der Bazar stattfindet. Wenn man zu weit geht, findet man links die neuere, große Kirche Santo Condestável.

Mittwoch, 3. März 2010

Schoookooolaaade: Rojoo - Chocolate Bar

Unseres Wissens nach der einzige Ort in Lissabon, an dem man die hervorragende Schokolade der kleinen österreichischen Manufaktur Zotter bekommt: Die Schokolade-Bar Rojoo im Herzen der Baixa.

Man schlürft heiße Schokolade mit oder ohne Portwein, isst Schokotörtchen und genießt den tollen Ausblick auf den Elevador Santa Justa. Zum Abschluss wählt man noch unter den zahlreichen Geschmäckern (darunter einige exklusiv portugiesische) eine Tafel zum Mitnehmen aus und schon ist auch der Rest des Tages gerettet!

Rojoo wird von einem gebürtigen Österreicher und seiner portugiesischen Frau geführt, die Atmosphäre ist sehr entspannt und freundlich. Das Preisniveau ist eher hoch, aber gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass alle Zotter-Schokoladen mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft und fairem Handel hergestellt werden!

Rua de Santa Justa 34

Montag, 25. Januar 2010

Tom Tom Shop


In diesem lässigen Design-Laden findet man nicht nur allerhand witzige und ausgefallene Geschenksartikel, sondern auch Alltagsgegenstände mit Pfiff. Die Auswahl ist groß und somit ist das kleine Geschäft randvoll mit allem möglichen Krims-Krams – was vielleicht anfangs etwas verwirren mag; die Artikel sind jedoch mottohaft angeordnet: Da gibt es eine Abteilung für Lampen, Küchengegenstände, Accessoires , Badezimmerzubehör, Geschenke, Sachen fürs Kinderzimmer und Vieles mehr.

Wenn man also ein Manko im eigenen oder einem fremden Haushalt festgestellt hat und es beheben möchte, sollte man sein Glück im Tom Tom versuchen. Vielleicht findet man hier etwas, das nicht nur praktisch ist, sondern auch noch gut aussieht. Man bezahlt etwas mehr als normal – aber so ist es nunmal mit Design-Produkten.

Von Außen ist das Geschäft etwas unscheinbar: Es befindet sich im Bairro Alto in der Rua do Seculo 4B, die Straßenbahn 28 hält ganz in der Nähe bei der Station Calcada do Combro.

Sonntag, 24. Januar 2010

Arabische Patisserie bei "Mel das Arábias"

Betritt man die Zuckerbäckerei "Mel das Arábias", zu deutsch etwa "Arabischer Honig", fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, als Lissabon unter maurischer Herrschaft stand. 1001 Düfte steigen dem Besucher in die Nase, und es fällt wirklich schwer, sich für einige der orientalischen Köstlichkeiten zu entscheiden: Schließlich hat man die Wahl zwischen Walnuss, Karotte, Pistazie, Rosenwasser, Mandel und vielem mehr, allen Gebäcken gemeinsam ist nur der (wohl arabische?) Honig. Trotzdem sind die Baklavas, Lokum (türkische Süßigkeit) und Co. nicht so übermäßig süß wie jene Fertigprodukte, die man manchmal in deutschen Kebapbuden bekommt.

Dazu trinkt man am Besten arabischen Kaffee oder Pfefferminztee, der aus frischen Blättern gebrüht und in einer kunstvoll verzierten Kanne samt Kristallgläsern serviert wird (Freunde des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho werden sich an dessen Roman "Der Alchimist" erinnert fühlen).

In Regalen an den Wänden der äußerst liebevoll und geschmackvoll dekorierten orientalischen Oase "Mel das Arábias" werden einige Produkte aus der arabischen Welt angeboten, allerdings nicht sehr wohlfeil.

Das Lokal liegt auf dem Weg zwischen Parlament und Basilica da Estrela in der Calçada da Estrela 187-189, eine Gegend, in die sich eher wenige Touristen zu Fuß verirren; diese fahren hier meist nur mit der berühmten Straßenbahn Nr. 28 vorbei. Selbst den meisten Einheimischen ist das "Mel das Arábias" unbekannt, wir haben es daher auch selbst am Wochenende noch nie überfüllt erlebt, ganz im Gegenteil zu manchem In-Café im Chiado.

Das Preisniveau ist für Lissabonner Verhältnisse mittel bis hoch, für Mitteleuropäer normal. Montag ist Ruhetag.

Wer jetzt Lust auf einen Abstecher nach Arabien bekommen hat, kann sich vorher noch auf der Homepage des Cafés ein Bild machen: http://www.meldasarabias.pt/.

Freitag, 15. Januar 2010

Der Märchenpalast Quinta da Regaleira

Etwas versteckt in den Wäldern von Sintra liegt die Quinta da Regaleira, unter den Einheimischen auch als "Palast von Monteiro, dem Millionär" bekannt. António Monteiro war ein brasilianisch-portugiesischer Edelstein- und Kaffeehändler, der sich mit seiner Villa Quinta da Regaleira wohl einen Kindheitstraum erfüllte.


Beim Besuch der weitläufigen Gartenanlagen taucht man in eine Märchenwelt ein, eine Überraschung folgt auf die nächste: Teiche, Brücken, Grotten, begehbare Brunnen und unterirdische Geheimgänge sowie kleine "mittelalterliche" Burgen mit besteigbaren Türmen. Der italienische Archtitekt Luigi Manini, der die Villa samt Gartenanlagen in den Jahren 1904-1910 im Auftrag Monteiros erbauen ließ, hat hier ein Gesamtkunstwerk der portugiesischen Romantik geschaffen, das selbst weitgereiste Besucher sprachlos vor Staunen zurücklässt!

Die Quinta selbst ist ein prachtvolle Remineszenz an den Manuelismus. Leider ist nur noch wenig von der Originaleinrichtung erhalten, doch auch die Fußböden, Wände und Decken sind äußerst kunstvoll gestaltet.

Für den Besuch der Quinta da Regaleira sollte man einen ganzen Tag einplanen, um alles in Ruhe erkunden zu können; es ist daher ratsam, Verpflegung mitzunehmen, das Café im Park der Villa ist ziemlich teuer. Taschenlampe nicht vergessen, die meisten unterirdischen Tunnels sind nicht beleuchtet!


Eintritt (2010): 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.
Anreise aus Lissabon: Mit dem Auto auf der IC19 oder mit dem Zug ab Rossio.